Der Name "Seidenbuch"
Die Hänge des Krehbergs (576 m) tragen seit der Bronzezeit (1800 v. Chr.) einen kräftigen Buchenwald, in der Fachsprache bodensaurer Berg-Buchenwald genannt, ähnlich wie auf dem Krehberg, Melibokus, Felsberg und Neunkirchner Höhe.
| Für das Wachstum von Buchen sind die Böden und die Lage Seidenbuchs ideal. Die höchste gemessene Buche hatte eine Länge von 52 Metern. In dieser Gegend wachsen die höchsten Buchen des früheren Volksstaates Hessen. |
Ortsgründung und die Glashütte
Um die Nutzung des Waldes bewarben sich nach dem Wegzug des Kurfürsten von Mannheim nach München nach 1778 zwei Schmiede. Eine Waffenschmiede wollte Wolfgang Renner aus Wald-Michelbach aufbauen und der Mannheimer Hofkellermeister Franz Friederich wollte eine Glashütte errichten. Letzterer erhielt den Vorzug, den der Kurfürst in München mit einer Urkunde besiegelte. Die Urkunde wurde am 15. Februar 1782 unterschrieben und dieses Datum darf also mit Recht als Geburtstag der Gemeinde Seidenbuch betrachtet werden. | ereits nach 18 Jahren im Jahre 1800 berichtet Friederich, im letzten Winter sei das Holz für die Glashütte völlig aufgezehrt gewesen, weshalb die Glasproduktion eingestellt worden sei. Er entschloss sich, eine Wollmanufraktur und eine Tabakfabrik einzurichten. Bereits 1812 wurde die Wollfabrik geschlossen, die Tabakfabrik war noch 1831 im Gange. |
Der Steinbruch
In der Mitte des 19. Jahrhunderts spielte dann für einige Jahre der Bergbau mit dem Abbau von Graphit und Kupfer eine wichtige Rolle. Mit dem Anlegen von Steinbrüchen kamen Fachkräfte aus dem Fichtelgebirge, aus Bayern und Italien nach Seidenbuch. | Bis zum zweiten Weltkrieg wurden viele der Steinbrüche wieder geschlossen. Noch heute sind einige Überbleibsel in den Seidenbucher Wäldern zu finden. |



