Die Schule
Im Jahre 1800 trat der erste Lehrer Franz Göttmann, ein Schuster, seinen Dienst an, um die Seidenbucher Kinder zu unterrichten. Da damals noch keine Schule vorhanden war, fand der Unterricht für die meist katholischen Kinder in privaten „Schullokalen“, die der Lehrer neben der Heizung selbst stellen musste, statt. Evangelische Kinder mussten in Glattbach zur Schule gehen. | zu wohnen und zu wirken, blieb der armen Gemeinde keine Wahl, sie musste Geld aufnehmen und ein modernes Schulhaus bauen. Im März 1889 waren die Angebote eingegangen, den Zuschlag erhielten ansässige Handwerker. |
Das Museum
Zur Feier anlässlich des 200jährigen Bestehens der Gemeinde Seidenbuch wurde im Sportheim der SG Seidenbuch eine Ausstellung aufgebaut, die Bilder und Gegenstände über die Entstehung und Entwicklung des Ortes Seidenbuch zeigt. Fleißige Seidenbucher Bürger haben Material für die Ausstellung gespendet, ebenso wurden Ausstellungsstücke aus Ober-Ramstadt (wie zum Beispiel chemische Stoffe zur Glasfärbung) zusammengetragen. Ebenso wurden die Produkte der Schmelzversuche am Seidenbucher Glasofen präsentiert, die an der 200-Jahr-Feier gemacht wurden. | Da man so viel Arbeit in die Ausstellung gesteckt hatte, wurde beschlossen, diese in die Mauern der alten Schule von Seidenbuch zu verlagern, wo sie auch heute noch angesehen werden kann. |
Die Schutzengelkapelle
Bereits von 1785 bis 1818 gab es im Haus der Familie Gugenberger einen kleine Kapelle, in der den Glasbläsern die Messe vorgelesen wurde. | Gestiftet wurde die Glocke von Herr Dr. und Frau Fr. Schmitt aus Lindenfels, welche die Glocke auch als erste läuteten, dann durfte jeder läuten, der wollte. |
Die Glashütte
Auf der Fläche von knapp 3 (alten) Morgen Land bildete die Glashütte den Kern von Seidenbuch. In diesem standen neben den verschiedenen Gebäuden der Glashütte außerdem noch kleine Wohngebäude sowie ein Wirtshaus. | Innen waren Bänke aufgemauert, auf denen die Häfen (Inhalt je 200 Pfund Glasmasse) mit der zu schmelzenden Materie standen. Die Schmelzhäfen waren aus besonders gutem, feuerfestem Ton. Gewöhnlich standen an einem Ofen, sodass gewöhnlich vier Glasmacher eine Partie bildeten. Um beim Glasblasen an den flüssigen Brei gelangen zu können, hatte jeder Arbeitsplatz in Brusthöhe eine Öffnung in der Wand des Ofens. Durch diese wurde der Hafen beim ständigen Neuaufbau der Öfen gefüllt. Mit ihren Blasrohren entnahmen die Glasbläser aus den Fenstern die flüssige Masse. |
Das Ehrenmal
In Selbsthilfe entstand im Jahre 1926 das vorbildliche Ehrenmal, das die Seidenbucher ihren 16 im Ersten Weltkrief gefallenen Vätern und Söhnen gesetzt haben. Es wurde am 22. August 1926 eingeweiht. Für die 14 im Zweiten Weltkrieg gefallenen und 3 Vermissten wurde es 1959 erweitert. |
Der Krehbergturm
Der korrekte Name des „Krehbergturms“ lautet „Funkübertragungsstelle Lindenfels 1“. Erbaut wurde der 40m hohe Turm Ende der 50er Jahre. Er hat eine Höhe von 40 m, auf 35m und 40m befindet sich je eine quadratische Plattform. | Die letzten 20m des Mastes waren den Fernsehantennen vorbehalten. |
Die Mathildenruhe
Die Mathildenruhe wurde wohl nach Großherzogin Mathilde von Hessen-Darmstadt benannt. Mathilde (30.08.1813 - 25.05.1862) war die Tochter König Ludwigs I von Bayern und somit bayerische Prinzessin, bevor sie am 26.12.1833 den späteren Großherzog Ludwig III von Hessen und bei Rhein evangelisch und katholisch heiratete. Ab dem 18.06.1848 war dieser Großherzog. Mathilde starb am 25.05.1862, Ludwig III von Hessen und bei Rhein am 13.06.1877. | Heute ist die 576m hoch gelegene Mathildenruhe, die früher auch die „Krehbergs-Aussicht“ genannt wurde, ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer. Durch ihre einmalige Lage beschert die Mathildenruhe eine wunderbare Aussicht. |






